WM 2010: Internationale Pressestimmen Deutschland vs. England

Einen Tag nach dem 4:1 (2:1)-Sieg der deutschen Fußball Nationalmannschaft im Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Südafrika über England, beschäftigen sich die internationalen Medien nicht überwiegend mit dem nicht gegebenen Tor für England, sondern eher mit der Leistung der beiden Mannschaften.

So bekommt die englische Mannschaft und auch dessen Trainer Fabio Capello einige Nackenschläge und dies nicht nur aus dem eigenen Land. So bekommen die „Three Lions“ unter anderem aus Südafrika, Spanien, Italien und aus der Schweiz ihr Fett weg.

Dagegen bekommt die deutsche Mannschaft aus allen Ländern nur lobende Worte. Gar von einer einer Demütigung Englands ist die Rede.

Internationale Pressestimmen Deutschland vs. England:

Italien:

Tuttosport: „Deutschland demütigt England.“

La Gazzetta dello Sport: „Germania über alles. Capello kaputt!“

La Repubblica: „Endstation für König Fabio: Capello muss von Deutschland eine historische Demütigung hinnehmen.“

England:

The Mirror: „Fabi-Go: Capello sollte in Schande seinen Rücktritt einreichen. Three Lions? Wir waren eher wie drei Kätzchen.“

Daily Mail: „Oh mein Gott – die Worte des Linienrichters, als er die Fernsehbilder sah. Es ist sinnlos, über Frank Lampards nicht gegebenes Tor zu weinen, die Anzeigentafel lügt nicht. Wäre es so sehr anders gelaufen, wenn es nach 38 Minuten 2:2 gestanden hätte? Hat jemand Rooney gesehen?“

Daily Telegraph: „Lassen Sie sich nicht von Fabio Capellos Vernebelungsmanöver über Frank Lampards „Tor“ in die Irre führen. Selbst wenn das außergewöhnliche Tor des Mittelfeldmannes gegolten hätte, was es hätte sollen, kann sich England nicht der brutalen Erkenntnis entziehen, dass Deutschland in allen Belangen überlegen war.“

The Sun: „Zeit zu gehen, Fabio – Verzieh Dich, und nimm Deine Spieler mit. Deutschland reißt England in Stücke, Fans sauer auf ´Müll´-Team. Manche Dinge ändern sich nie: Wieder eine WM, und wieder verabschiedet sich England früh, mit gesenktem Kopf und ruiniertem Ruf, nachdem es Fußball aus dem Mittelalter spielte.“

Spanien:

El País: „Löws Mannschaft hat England überrollt. Der Fußball ist eine Metapher des Lebens. Als Beispiel diente Deutschland, das 44 Jahre danach Revanche genommen hat. Ausdauer hat den Deutschen noch nie gefehlt. Und nun hat der Fußball ihnen zurückgegeben, was er ihnen an jenem 30. Juli 1966 genommen hatte. Es war ein Wink des Schicksals, eine filmreife Revanche. Die Inkompetenz der Schiedsrichter hat sich indes verewigt.“

Marca: „Lampards nicht gewertetes Tor kann der Mannschaft Capellos nicht als Alibi dienen. Die deutsche Nationalelf ist stark überlegen und besitzt sowohl eine großartige Abwehr als auch ein großartiges Konterspiel. So oder so hat Deutschland den Sieg verdient gehabt. Im Angriff hat Deutschland Dynamit. Zweifel lässt nur der Torwart aufkommen.“

El Mundo: „Es war die süße Rache der besten Mannschaft. Deutschland hat England verdiet besiegt und im bislang besten Spiel der WM eine Fußball-Lektion erteilt. Nach drei bleiernen Wochen haben die deutsche Nationalelf und ein Typ namens Müller die WM endlich groß gemacht.“

Schweiz:

Blick: „England-Drama – Erst Tor geklaut und dann von den Deutschen gedemütigt. Es ist die späte Rache für 1966. Ein „Wembley-Tor“ bricht den Engländern das Genick. Danach zerlegen die deutschen Bubis die „Three Lions„.

Österreich:

Die Presse: „Deutschland feiert Revanche für Wembley. Das Achtelfinale zwischen Deutschland und England übertraf alle Erwartungen.“

Niederlande:

de Volkskrant: „Die Rache für die WM von 1966. Nach ihrer größten Niederlage bei einer Endrunde tun die Briten gut daran, sich nicht wie ihr italienischer Trainer Capello hinter einer schändlichen Entscheidung des Schiedsrichters Larrionda aus Uruguay und seiner kurzsichtigen Assistenten zu verstecken.“

De Telegraaf: „England bestohlen. Die WM 2010 hat ihren ersten unvergesslichen Wettkampf erlebt. Deutschland ist ins Viertelfinale gekommen, nachdem es England in einem spektakulären Duell kinderleicht aus dem Weg geräumt hat.“

Südafrika:

The Herald: „Deutschlands Kids haben Englands alte Garde weggefegt – Deutschlands Wunderkinder waren für Englands alte Männer einfach zu viel!“

Sowetan: „Geblitzt durch die Wunderkinder! Deutsche Präzision hat Englands WM-Hoffnungen unter einer 4:1-Schlappe begraben.“

The Citizen: „Wunderbar! Die Deutschen rollen wie eine Dampfwalze über das glücklose England.“

Japan:

Sports Hochi: „Mit vier Toren zerschmetterte Deutschland England!“

Yomiuri Shimbun: „Das Vaterland des Fußballs war weder in Angriff noch in Verteidigung fit. Natürlich war es ein Pech, aber mit der katastrophalen Verteidigung, die eigentlich die Stärke von England war, ist die Weltmeisterschaft nach 44 Jahren sowieso ein ferner Traum gewesen.“

3 Kommentare

  1. Ein verdienter Sieg der glorreichen deutschen Mannschaft.Was ist aus den großotzigen Sprüchen der Engländer geworden ? Ein Debakel . Wo waren die sogenannten Stars ? Wo war Rooney ,der die Deutschen aus dem Turnier `ballern `wollte .Sie mußten gedemütigt das Turnier beenden,ohne daß ihr so hochgelobter Stürmer auch nur ein Tor erzielen konnte ,ja sogar nicht mal einen einzigen Torschuß gegen die Deutschen abgeben konnte.- Peinlich –
    Hochmut kommt eben vor dem Fall.

  2. Der deutsche Sieg mit 4:1 gegen England war für mich eine große Freude, ein Triumph – und vor allem: eine Genugtuung!

    Tage davor rissen die Engländer – wie üblich – ihr Maul wieder viel zu sehr auf! So konnte man z.B. einen englischen „Military-Fan“im Fernsehen (ZDF) erleben, welcher in Uniformen des 2. Weltkrieges Schlachten gegen die „bösen“ Deutschen nachspielt, wobei er Leute in deutschen Uniformen in Siegerpose „killt“. Er prahlte in die Kamera:
    „Wir haben die Deutschen im 2. Weltkrieg besiegt, wir werden sie auch morgen besiegen!“

    Wenn Engländern ein Spiel gegen das ach so „böse“ Deutschland bevorsteht, kann man in englischen Tageszeitungen Kommentare über die „Krauts“, die „Fritzen“ und ähnliches lesen.
    Die alten Feindbilder und triefender Haß – Deutschland betreffend – aus den beiden Weltkriegen werden ungeniert werder herausgekramt und die Propaganda-Parolen werden ebenso ungeniert geschwungen.

    Gerade deshalb war Englands Niederlage eine gerechte – man könnte sagen gottgewollte – Niederlage!

    Das heutige Spiel gegen Argentinien sehe ich dagegen gelassen. Ich tippe 2:1 für Deutschland.
    Ich war ja selbst 3 mal in Argentinien und erlebte die Argentinier als ein sehr gastfreundliches, kultiviertes, höfliches und erwähnenswert deutschfreundliches Volk. Selbst wenn wir verlieren sollten – was wir aber nicht werden – gönne ich das den Argentiniern gelassen.
    Den Engländern dagegen gönne ich keinen Sieg und keine Genugtuung bei Fußballspielen gegen Deutschland…

    Mit besten Grüßen

    Thomas F. Guthörle

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