Werder Bremen: Droht der Abschied von Sokratis? – Abwehrspieler liebäugelt mit Wechsel

Nach einer durchwachsenen Europameisterschaft mit dem Aus Griechenlands im Viertelfinale gegen Deutschland konnte Sokratis in der Hinrunde bei Werder Bremen nicht an seine starke Vorsaison anknüpfen und der Hintermannschaft nicht mehr die gewohnte Stabilität geben. Mit Beginn der Rückrunde scheint der Innenverteidiger seine Top-Form aber wieder gefunden zu haben und ließ nicht nur bei Bremens 2:0 gegen Hannover letzten Freitag, sondern nun auch während der Woche beim 0:0 Griechenlands gegen die Schweiz kein Gegentor zu.

Offenbar Grund genug für den vor eineinhalb Jahren vom AC Mailand geholten Abwehrspieler, sich mit einem Abschied aus Bremen zu beschäftigen für den Fall, dass Werder erneut die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb verpassen sollte. Nach entsprechenden Aussagen im „Kicker“ legte Sokratis in „Bild“ jedenfalls noch einmal nach und unterstrich seine Ambitionen: „Ich persönlich will international spielen. Mal sehen, was in den nächsten drei Monaten passiert. Wenn ein gutes Angebot kommt, muss Werder darüber nachdenken.“

Trotz Vertrages bis 2016 könnte Sokratis den Verein im Sommer offenbar verlassen. Zumindest berichtet der Defensivspieler von einer Vereinbarung mit Klaus Allofs, nach der er gehen könnte, wenn eine millionenschwere Offerte eingeht. Ähnlich zu den Modellen der Vergangenheit, als Werder unter anderem auch Diego, Per Mertesacker oder Mesut Özil gegen eine hohe Ablöse vor Vertragsende ziehen ließ.
Fraglich ist allerdings, ob diese Vorgehensweise auch nach dem Abschied von Allofs nach Wolfsburg noch Gültigkeit besitzt. Eine schriftliche Ausstiegsklausel scheint Sokratis jedenfalls nicht zu besitzen, sodass ein Wechsel im Sommer keineswegs als sicher gilt, sollte Werder sein Veto einlegen.

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