Fußball WM 2010: DFB-Elf nach 4:1 gegen England weiter

Die junge deutsche Mannschaft hat im Achtelfinale der WM 2010 den Erzrivalen aus England in Bloemfontein deutlich mit 4:1 (2:1) bezwungen und darf weiter auf den großen Triumph hoffen.

Dabei waren Miroslav Klose (20.) und Lukas Podolski (32.) sowie Youngster Thomas Müller (67./70.) mit seinen WM-Toren zwei und drei für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw erfolgreich. Nun trifft die DFB-Auswahl im Viertelfinale am 3. Juli auf den Gewinner der Partie Argentinien gegen Mexiko.

Die „Three Lions“, die wegen eines nicht gegebenen Tores von Frank Lampard zurecht mit Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay haderten, war Matthew Upson per Kopf in der 37. Minute für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zuständig. Vor 40.510 Fußball-Fans im Free State Stadion in Bloemfontein ließ sich die deutsche Mannschaft durch den Anschlusstreffer aus dem Rhythmus bringen, rettete die knappe Führung aber in die Pause.

44 Jahre nach dem legendären Wembley-Tor erhitzte auch bei der 32. Auflage des Klassikers zwischen Deutschland und England eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters die Gemüter – diesmal die der Engländer. So prallte das Spielgerät nach einem Lampard-Schuss in der 38. Minute von der Unterkante der Latte für die meisten deutlich sichtbar hinter die Torlinie, doch weder der Schiedsrichter noch sein Assistent hatten dies gesehen.

Die Schützlinge von Jogi Löw hatten das Spiel vom Beginn an fest im Griff und zeigte teilweise Fußball vom Feinsten. Das Kombinationsspiel lief wieder auf Hochtouren, und auch die Stürmer zeigten sich von ihre besten Seite. Klose, nach Gelb-Rot-Sperre wieder für Cacau in der Anfangself, unterstrich im 99. Länderspiel seinen Wert für das Team mit seinem 12. WM-Treffer.

Nur wenige Stunden vor dem Anpfiff war die Ungewissheit um den Einsatz von Bastian Schweinsteiger beendet. Der Stürmer vom FC Bayern München erhielt nach medizinischer Dauerbehandlung ebenso grünes Licht wie Jerome Boateng. Und Schweinsteiger erwies sich sofort als Kopf der deutschen Truppe. So organisierte der Bayern-Akteur das Spiel und leitete ebenso wie der erneut starke Mesut Özil viele gefährliche Aktionen ein.

Dann leitete Schlussmann Manuel Neuer mit einem Abschlag über 80 Meter die verdiente Führung ein. Klose nahm die Kugel auf, setzte sich im Duell gegen Upson durch und erzielte gegen den chancenlosen James das 125. Länderspieltor unter Löws Regie. Der Führungstreffer verlieh Deutschland Flügel. Plötzlich wurde kombiniert nach Belieben. Nach einer halben Stunde hätte Klose bereits für das 2:0 sorgen können, als er nach Khediras Zuspiel dem englischen Tor zustrebte. Diesmal fand er seinen Meister in James. Doch nur 120 Sekunden später war der Keeper durch einen Schuss von Podolski aus spitzem Winkel erneut geschlagen.

Doch die DFB-Auswah konnte die Führung nicht mit in die Pause nehmen. Nach einer Hereingabe von Steven Gerrards verlor Boateng das Kopfballduell gegen Upson und es stand plötzlich nur noch 2:1 für Deutschland. Nun waren die „Three Lions“ endgültig in der Partie. Nur 80 Sekunden nach dem Anschluss wurde Schiedsrichter Larrionda für die Briten zum Sündenbock, als er beim Schuss von Lampard nicht auf Tor erkannte.

Der zweite Spielabschnitt war gerade sechs Minuten alt, als die DFB-Elf wieder das Glück auf ihrer Seite hatte, als ein ein Freistoß von Lampard aus fast 35 Metern an den Querbalken klatschte. Auch in der Folge blieben die Engländer am Drücker, immer öfter rückte das deutsche Tor in den Blickpunkt. In dieser kritischen Phase behielt vor allem Arne Friedrich kühlen Kopf und klärte manch brenzlige Situation, ehe ein schneller Konter über Schweinsteiger das erlösende dritte Tor durch Müller brachte. Kurze Zeit später lief der Bremer Özil der englischen Defensive auf und davon. Müller machte mit dem vierten Tor den Sack endgültig zu.

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