FC St. Pauli feiert Abriss-Party

Der Kiez-Club FC St. Pauli macht sogar aus seinem Abriss einer Tribüne ein Spektakel. Etwa 3.000 Anhänger des Kult-Clubs trafen sich am Hamburger Millerntor, um den zweiten Schritt in die Zukunft aus nächster Nähe beizuwohnen.

So brachte Club-Präsident Corny Littmann als Baggerfahrer einen Teil der alten Haupttribüne zum Einsturz. Selbstverständlich fehlte dabei nicht „Hells Bells“ von AC/DC. Die Club-Anhänger, die das Spektakel bei ausgeschaltetem Flutlicht mit Wunderkerzen und „Haupttribüne!“-Rufen begleiteten, jubelten. Anschließend gab es ein Feuerwerk.

Littmanns Arbei war indes nur ein symbolischer Akt. In der nächsten Woche wird die Haupttribüne von Fachmännern abgerissen. Nach der Einweihung der neuen Südtribüne 2008 setzte der Kiez-Club nun einen weiteren „Meilenstein„, wie es Littmann nannte. Die Bauarbeiten für die 17 Millionen Euro teure Tribüne sowie einer Kindertagesstätte in der Ecke zur Südtribüne (zwei Millionen Euro Baukosten) soll im August des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Bis zur Einweihung haben im Millerntorstadion, welches im Juni 1961 eingeweiht wurde, nur 19.800 Anhänger Platz.

Nach der Fertigstellung soll wird sich das Fassungsvermögen dann durch die 4.800 Sitzplätze um 1.500 auf 24.800 erhöhen. 2012 folgt der Neubau der Gegengeraden und 2014 dann jener der Nordtribüne. Nach der kompletten Fertigstellung finden dann 27.000 Fußball-Fans Platz.

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