3. Liga: SC Paderborn führt Sextett an

Zweitliga-Absteiger SC Paderborn 07 hat durch ein spätes Gegentor eine makellose Startbilanz in die 3. Liga verpasst.

Im Spitzenspiel des 2. Spieltages hat der SC durch einen unglücklichen späten Gegentreffer zum 1:1 gegen Verfolger SpVgg Unterhaching den zweiten dreifachen Punktgewinn verpasst. Die Truppe von Coach Pavel Dotchev führt nun ein punktgleiches Sextett mit jeweils vier Zählern an. Unter den befinden sich neben Paderborn mit Kickers Offenbach und dem FC Carl Zeiss Jena zwei weitere Zweitliga-Absteiger. Einziger Absteiger, der einen kompletten Fehlstart hinlegte ist der FC Erzgebirge Aue, der nach dem 2:3 in Jena die zweite Schlappe im zweiten Spiel hinnehmen musste.


Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu gewinnen„, beklagte Paderborns Übungsleiter Dotchev. Besonders das späte Tor durch Unterhachings Roman Tyce in der Nachspielzeit brachte ihn in Fahrt. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch keine Spitzenmannschaft„, so der Coach. Auch Hachings Trainer Ralph Hasenhüttl hatte nur wenig Lob für sein Team übrig. „Kämpferisch haben wir uns den Punkt verdient, spielerisch aber nicht„, fiel sein Urteil aus. Mit der Punkteteilung war er dennoch „überglücklich„.

Offenbach fuhr gegen Wacker Burghausen (2:0) einen Dreier vor eigenem Publikum ein. Allerdings wollte Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen den perfekten Auftakt nicht überbewerten. „Ich bin zufrieden, aber unsere junge Mannschaft muss noch viel lernen„, konstatierte er. Bei dem Sieg profitierten die Hausherren auch vom Verletzungspech der Gästemannschaft. Bereits nach 7 Minuten war für Mannschaftskapitän Björn Hertl aufgrund einer Wadenverletzung das Spiel beendet. „Der Ausfall unseres Kapitäns hat uns hart getroffen„, sagte Trainer Günter Güttler, präsentierte sich jedoch als fairer Verlierer: „Der Sieg der Offenbacher war verdient. In Schlüsselsituationen war die Mannschaft erfolgreicher.“

Im Duell zweier Absteiger wähnte sich Aue nach einer 2:0-Pausenführung bereits als Sieger. Doch die Gastgeber drehten im zweiten Durchgang das Spiel zu ihren Gunsten. „Unsere Mannschaft kam mit einer wahnsinnigen Energieleistung und der Unterstützung der Fans zurück ins Spiel. Den Sieg haben wir uns hart erarbeitet und auch verdient„, erklärte Jenas Trainer Henning Bürger. Bremste aber trotzdem die Euphorie: „Wir bewegen uns auf einer Ebene, wo Siege Erleichterung bedeuten, keine Freude.“


Sein Freund und Trainerkollege Heiko Weber beklagte die Unaufmerksamkeit seiner Auer Truppe. „In der Liga gibt es kein Ausruhen. Wir haben uns zwar zum ersten Spieltag gesteigert. In der zweiten Halbzeit haben wir aber die Tore zugelassen und damit das Spiel gedreht„, kritisierte der Coach.

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